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HISTORISCHE BEDEUTUNG |
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Der Gotthard ist der einzige direkte Alpenübergang im Zentrum der Alpen. «Man weiss sich hier mehr in Europa als überall sonst», schrieb der Schweizer Dichter und Nobelpreisträger Carl Spitteler. Und Johann Wolfgang Goethe, der dreimal auf die Passhöhe gestiegen war, gab dem Gotthard «den Rang eines königlichen Gebirges». |
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Vom Gotthard geht bis heute etwas Faszinierendes aus. Hier entspringen die grossen Flüsse Rhein, Rhone, Reuss und Tessin. Auf dem Gotthard treffen auch die unterschiedlichsten Sprachen und Kulturen zusammen. Und oft ist auch das Wetter diesseits und jenseits des Passes verschieden. |
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Erst mit dem Bau der Teufels- und der Twärrenbrücke in der oberen Schöllenen wurde das Tor zum Süden aufgestossen. Schnell erkannten viele Kaufleute, dass die kürzeste Route zwischen dem süddeutschen Raum und Italien über den Gotthard führt. Aber auch die einheimische Bevölkerung wusste Profit aus dem Gotthardverkehr zu schlagen. Sie gründete Säumergenossenschaften, die allein berechtigt waren, die Güter über den Pass zu transportieren. |
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Inzwischen hatte der Bund, gestützt auf einen vom Schweizer Volk am 6. Juli 1958 mit grossem Mehr angenommenen Verfassungsartikel, den Bau der Nationalstrassen in Angriff genommen. Zwar war in dem 1960 von den eidgenössischen Räten verabschiedeten Strassenbauprogramm von einer Autobahn von Basel nach Luzern und einer linksufrigen Strasse am Vierwaldstätter See die Rede. Doch der Gotthard war in dem geplanten Nationalstrassennetz nicht enthalten. Da forderte im März 1960 im Nationalrat -und drei Monate später auch im Ständerat- eine Motion die wintersichere Verbindung durch den Gotthard. Wie konnte das am besten bewerkstelligt werden? Plötzlich rückte der Gotthard ins Zentrum der Projektierung der Nationalstrasse N2. |
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